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Führerscheinentzug bei einmaligem Kokainkonsum

In seiner Entscheidung vom 05.01.2016 hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden, dass auch bereits der einmalige Konsum von Kokain zu einer Entziehung der Fahrerlaubnis führen kann, wenn der Konsum aufgrund von entsprechenden Untersuchungen festgestellt worden ist. Aus Gründen der Verkehrssicherheit sei es erforderlich, das Führen von Kraftfahrzeugen  mit sofortiger Wirkung zu unterbinden.

Der Entscheidung lag folgender Fall zu Grunde:

Anlässlich einer Verkehrskontrolle wurden bei einem Fahrzeugführer Ausfallerscheinungen festgestellt und ein sich daraufhin freiwillig durchgeführter Mashan-Test durchgeführt, der den Konsum von Kokain positiv bestätigte. Auch der sich aus der daraufhin erfolgten Blutentnahme ergebende toxikologische Befund bestätigte den Kokainkonsum.

Aufgrund dieses nachgewiesenen einmaligen Konsums von Kokain wurde die Fahrerlaubnis des Fahrzeugführers von der Fahrerlaubnisbehörde mit sofortiger Wirkung entzogen. Diese Entziehung aufgrund eines einmaligen Konsums wurde nun von dem Verwaltungsgericht Trier bestätigt. Gründe, die ausnahmsweise zu einer anderen Beurteilung hätten führen können, wurden von Seiten des Fahrzeugführers nicht vorgetragen.

Ob das Oberverwaltungsgericht bei einer möglichen Beschwerde des Betroffenen zu einem anderen Ergebnis kommen wird, bleibt abzuwarten.